Wann darf man spielen?
Erst wenn man die Platzreife, PR, erreicht hat, welche aufgrund einer Prüfung vergeben wird. darf man auf dem Platz spielen. Bei der PR- Prüfung wird neben der technischen Fertigkeit auch das Wissen der sehr komplexen und anspruchsvollen Golfregeln sowie der Etiketten (Benimmregeln) geprüft.
Auf den meisten Plätzen reicht die Platzreife freilich noch nicht aus, um ohne Begleitung eines Pros oder eines Handicapspielers auf dem Platz spielen zu können, dafür braucht es ein Handicap, die Vorgabe, welche die Spielstärke der einzelnen Spieler angibt und ausgleicht.
Das Handicap erreicht man, indem man bei einem respektive mehreren Turnieren die nötige Anzahl Punkte erreicht. In der Schweiz beginnt das Handicap in der Regel bei 36. Rechnerisch bedeutet dies, dass der Inhaber des Handicaps 36, insgesamt 36 Schläge mehr brauchen darf auf einer 18-Lochrunde als ein Professional. Das klingt nach viel, ist aber heruntergebrochen auf ein Loch nicht mehr allzuviel: Sie dürfen im Durchschnitt nur zwei Schläge pro Loch mehr aufwenden als ein Pro. Und das ist für einen Anfänger verflixt anspruchsvoll.
Je grösser die Fertigkeit und vor allem die Konstanz, desto weniger Schläge braucht man, und so kann man im Laufe der Zeit das Handicap stetig senken. Auch hier gilt: Je mehr man trainiert, desto schneller lässt sich das Handicap herabsetzen. Dabei soll nicht vergessen werden, dass der Grossteil der Golferinnen und Golfer ihr Handicap zeitlebens kaum unter 24 schrauben können. Dieses Handicap bedeutet, dass man auf einem Par-72-Platz eine Runde in 96 Schlägen absolvieren sollte. Das bedeutet 1,3 Schläge mehr pro Loch als ein Berufsspieler. Und das ist schon sehr ambitiös.