---
facebook twitter google plus print

ACHTUNG! In den kommenden Monaten liegen nicht nur Schnee und Eisregen, sondern auch Viren in der Luft.

Kommen Sie gesund durch den Winter!

Kälte, Nebel und Bise gehören zum Winter wie Schnee, Eis – und die Hoffnung, dass man diese Jahreszeit ohne Erkältung oder gar Grippe übersteht. Wir sagen Ihnen, wie Sie grosse Chancen haben, den golflosen Winter gesund zu geniessen.

 

Von Elisabeth Carabelli 

 

Aufbaupräparate, Rekonvaleszenztropfen, Früchtenektar, Wurzelextrakt, Multivitamine, Augenspray, Halsdragées, und, und, und. Wenns nach den verschiedenen Anbietern ginge, müssten wir im Winter fast stündlich irgendein Mittelchen zur Vorbeugung von Erkältung und Grippe konsumieren. Denn wer von uns Laien weiss schon, welches Produkt wirklich Wirkung zeigt und zur Abwehr von Viren wichtig und auch richtig ist!


Zusätzliche Vitamine braucht es schon mal nicht. Das sagt Dr. med. Alkis Goridis, Internist mit Praxis in Zürich: «Nach Schulmedizin bekommt ein normal ernährter, gesunder Mitteleuropäer genügend Vitamine über die Nahrung und deckt so seinen täglichen Bedarf.» Klar sei ein Plus nicht schädlich, «aber die positiven Auswirkungen sind wissenschaftlich nicht nachzuweisen.» Und deshalb würde Goridis niemandem raten, seinen Körper «unbesehen mit Multivitaminpräparaten» zu versorgen – auch nicht mit Vitamin C.

Bewegung ist das A und O
Sehr viel entscheidender für die Gesunderhaltung des Körpers sei ausreichend Bewegung. Das heisst: «Jeder Mensch sollte auch im Winter täglich möglichst
10 000 Schritte tun.» Das entspricht etwa acht Kilometern oder einer Golfrunde!
Etwas zeitsparender und sicher witterungsunabhängiger ist Indoor-Fitness. Aber auch da reicht eine Trainingseinheit pro Woche nicht aus. Laut Goridis müssten drei bis fünf Mal wöchentlich abwechslungsweise Kondition und Kraft durchexerziert werden. Wo das gemacht werde, ob in einem Sportstudio oder zu Hause, sei dagegen egal.


Unter «normaler Ernährung» versteht der Mediziner «ausgewogene Mischkost». Diese setzt nicht einseitig nur auf Eiweiss, Fett oder Kohlenhydrate, sondern beinhaltet sowohl als auch. Vernünftig sollten, so Goridis, auch die Portionen sein: «Am besten ist es, wenn man hypokalorisch isst. Das bedeutet, man nimmt leicht weniger Kalorien zu sich als man verbraucht.» Gefühlsmässig ist das meist ein Resthüngerchen am Schluss eines Essens. Wasser und Tee darf dafür à discretion getrunken werden.

Antioxidantien bringens
Eine weitere prima Voraussetzung, um mit gestärkten Abwehrkräften in die kommende Golfsaison zu starten, sind  regelmässige Sauna- oder Dampfbadgänge. «Sie trainieren die Anpassungsfähigkeit unseres Körpers auf Extremsituationen, zum Beispiel auf den Wechsel Heiss und Kalt», sagt Goridis. «Und das verbessert die Abwehr.»


Wenn aber jemand im Winter eine Diät macht, muss er oder sie nicht doch auf bestimmte zusätzliche Vitamine zurückgreifen? Nein, sagt Dr. Goridis. Seiner Ansicht nach ist es gescheiter, sich so genannter Antioxidantien zu bedienen. «Während einer Entschlackungskur, aber auch bei Rauchen, Stress, langer Dunkelheit und Elektrosmog kommt der Körper auf zellulärem und hormonellem Niveau in Stress. Dadurch können sich Freie Radikale bilden. Und diese wiederum führen zu vorzeitigem Abnutzungs- und Alterungsprozess, können Ermüdungserscheinungen und Befindlichkeitsstörungen verursachen.» Dagegen wirken zum einen Licht, Bewegung und Erholung. Aber auch «sekundären Pflanzenstoffen» sagt man eine positive Wirkung nach. Genau wie dem Coenzym 10. Dieses vernichtet aggressive Freie Radikale ebenfalls.


Ans Hände waschen denken!
Wer grundsätzlich gern auf Ergänzendes zurückgreift, dem empfiehlt der Arzt Goridis je nach Bedürfnis Omega-3-Fettsäuren, Ginseng, Magnesium, Echinacea-Präparate oder die tibetanische Padma-Rezeptur Nummer 28. Omega-3-Fettsäuren helfen den Cholesterinspiegel zu senken und schützen das Gefässsystem vor rascher Verkalkung. Ginseng gilt als körperlicher und geistiger Energie-Push. Magnesium hilft bei vegetativen Störungen und Muskelkrämpfen. Echinacea (Sonnenhut) steigert die körpereigene Abwehr, beugt Erkältung und Grippe vor. Und Padma verbessert – wissenschaftlich erwiesen – die Zirkulation und stärkt zudem die Immunabwehr.
Fehlt nur noch das Verhalten in der Öffentlichkeit: Möglichst Abstand halten zu niesenden und hustenden Menschen. Keine Hände schütteln, ohne die eigenen danach zu waschen. Denn: Sollte die so genannte Schweinegrippe wirklich grassieren, ist sie ansteckender als eine normale Influenza. Dafür ist der Krankheitsverlauf harmloser als bei der saisonalen Grippe.


Wäre es also gut, sich impfen zu lassen? Goridis: «Ich empfehle die Impfung nur Menschen, die in Krankenhäusern, Einkaufsgeschäften, öffentlichen Verkehrsmitteln arbeiten oder die einer Risikogruppe angehören, wie das zum Beispiel Lungenkranke sind.»


Und sollten Sie, liebe Leser und Leserinnen, trotz vorbildlichem Lebensstil von Viren oder Bakterien flachgelegt werden: Fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Apothekerin!