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GO ROGUE! 2018 kam die Rogue-Linie auf den Markt.

In manchen Fällen ist es der Pfeil und nicht der Indianer

Selbst das beste Equipment liefert nur dann gute Resultate, wenn es an die Spielenden angepasst wurde. Im Callaway Fitting Center im Golfpark Moossee finden Golfende die richtigen Schläger dank Hightech-Fitting und individueller Beratung.

Passionierte Golfer fühlen sich wie ein Kind unter dem Weihnachtsbaum: Man steht in einem Raum, der zur Driving Range offen ist, darin befinden sich die neuesten Produkte von Callaway und Odyssey sowie alle nur erdenklichen Schäfte. Das Team von Golf&Country sah sich das Callaway Fitting Center im Golfpark Moossee genauer an und nutzte dabei gleich die Gelegenheit, sich auch selbst einem «Hightech-Fitting» zu unterziehen. Das Fitting dauert rund 90 Minuten und kostet 190 Franken, im Rahmen dessen werden alle Clubs von Driver bis Putter an den Golfenden angepasst.

«Das Center in Moossee, das letzten Sommer eröffnet wurde, ist unser Flagship. Darüber hinaus haben wir noch zwei weitere Facilities im GC Augwil bei Zürich sowie im GC Thunersee bei Thun», erklärt Marco Meyer, der bei Callaway für den Schweizer Markt zuständig ist. Aktuell gibt es von Callaway unter anderem die Linien Rogue, Epic, Apex, Big Bertha sowie Steelhead XR. Dazu kommt noch ein umfangreiches Angebot an Wedges sowie Putter von Odyssey und Toulon. «In unserer breiten Produktepalette befinden sich Clubs für Spieler aller Handicapklassen, vom Tourspieler bis zum Anfänger», so Meyer über die Firmenphilosophie von Callaway. Daher benötigt man die Erfahrung eines qualifizierten Spezialisten, um das persönliche Set so zusammenstellen zu können, dass es auf den Spieler perfekt angepasst ist.

Neben Meyer wurde das Team von Golf&Country auch von den beiden Technical Experts Andreas Rösti und Laszlo Streit in Moossee empfangen. Beide sind nicht nur ausgebildete Pros der Swiss PGA und erfahrene Fitter, sie wurden auch von Callaway perfekt für deren Produkte geschult. «Teil unserer Ausbildung war auch Fitting sowie Schlägerbau beim renommiertesten neutralen Fittingexperten der Schweiz», erzählt Rösti stolz. Das Fitting beginnt mit einem kurzen Interview, welches zwischen fünf und zehn Minuten dauert. Dabei werden Fragen zu körperlichen Einschränkungen, Zielen, Ballflug und Trainingshäufigkeit gestellt, damit der Fitter einen ersten Eindruck vom Golfenden erhält. Ebenso wichtig ist, welche Erwartungen das neue Material erfüllen soll.

«Natürlich wollen fast alle Spieler mehr Länge. Dabei geht es jedoch immer um einen Kompromiss, da Präzision für ein gutes Score ebenso essenziell ist», verrät Streit. Anschliessend wird das aktuelle Equipment des Spielers genau analysiert. «Wir messen unter anderem Länge, Gesamtgewicht und Schwunggewicht und erhalten dadurch eine Momentaufnahme. So können wir beurteilen, womit der Golfer bislang spielte», so Rösti. Den nächsten Schritt stellt das statische Fitting dar: Dabei wird der Golfende vermessen, und es wird unter anderem der Abstand von der Handwurzel zum Boden ermittelt.

Danach geht der Spass erst richtig los: Man schlägt ein paar Bälle mit seinen bisherigen Clubs, die vom Trackman erfasst und anschliessend vom Fitter analysiert werden. Der Trackman ist ein Hightech-Gerät, das durch eine Radarmessung eine Vielzahl an Parametern von Golfball und Club misst. Dazu zählen unter anderem Schlägerkopfgeschwindigkeit, Pfad des Schlägers, Ballgeschwindigkeit, Abflugwinkel und Spin. Erfahrene Fitter können anhand dieser Daten beurteilen, wie gut der Schläger zu dem Schwung des jeweiligen Spielers passt beziehungsweise wo es noch Potenzial für Verbesserungen gibt.

«Als ausgebildete Pros sehen wir im Gegensatz zu vielen anderen Fittern, ob für Fehlschläge ein Schwungfehler oder unpassendes Equipment verantwortlich ist», erläutert Streit. Weiter sind schon nach fünf oder zehn Schlägen erste Tendenzen erkennbar, was den Ballflug sowie häufige Fehlschläge betrifft. «Diese Daten werden im Laufe des Fittings immer wieder als Vergleichswert herangezogen. Zudem geben sie mir die Möglichkeit, ein neues Modell zum Testen zu empfehlen», verrät Streit. Da das gesamte Lineup von Callaway sowie Dutzende Schäfte vorhanden sind, ergeben sich Tausende verschiedene Kombinationen aus Schäften und Schlägerköpfen. Streit schraubt einen ersten Driver für uns zusammen und wir testen diesen. Nach rund fünf Schlägen erklärt er uns die Trackman-Daten und die Bedeutung der wichtigsten Parameter für den Ballflug. Dabei ist das Feedback des Spielers von grosser Bedeutung, ein erfolgreiches Fitting besteht aus Interaktion und Dialog zwischen Fitter und Golfendem.

«Es bringt nicht viel, wenn der Club gute Ergebnisse liefert, sich aber der Golfende nicht wohl damit fühlt», erläutert Rösti. Von Driver über Fairwayholz, Hybrids und Eisen werden jeweils verschiedene Kombinationen getestet, bis die jeweils passenden Clubs ermittelt wurden. «Wir achten nicht nur auf die Gesamtlänge des Schlages, sondern genauso auf den Winkel, mit dem der Ball landet. Bei einem Eisenschlag ist es natürlich wichtig, dass der Ball auch auf dem Grün liegen bleibt», erklärt Streit.

Das Putterfitting wird auf dem Puttinggrün durchgeführt. Vor dem geschulten Auge des Fitters werden verschiedene Putter ausprobiert, bis man das am besten geeignete Modell gefunden hat. «Beim Putter kommt es vor allem auf die richtige Länge und den Balancetyp sowie auf Optik, Klang und Gefühl an. Grundsätzlich sollte einem der Putter auch gefallen», so Rösti über den Club, mit welchem man die meisten Schläge macht. «Am Ende des Fittings bekommt man bei uns auch noch eine Ballempfehlung. Die Wahl des richtigen Balles führt meist nicht nur zu längeren Drives, sondern auch zu besseren Scores», analysiert Streit.

Nach dem Fitting erhält man eine Liste seiner Spezifikationen, mit welchen man die Clubs in einem Shop seiner Wahl bestellen kann. «In der Regel werden die Schläger innert zwei bis drei Wochen geliefert, fallweise sogar bereits nach wenigen Tagen», verrät Meyer. Mit dem neuen Equipment hat der Golfende dann die Gewissheit, dass für schlechte Schläge mit Sicherheit der Indianer verantwortlich ist und sicher nicht seine Pfeile.


TEXT: Stephan Gürtler; Fotos: Callaway, Stephan Gürtler
 




FACTS & FIGURES
Regional Callaway Fittingcenter Moossee
Golfpark Moossee, Lyssstrasse 50,
3053 Münchenbuchsee
Fittingexperte & Swiss PGA Pro:
Laszlo Streit

Regional Callaway Fittingcenter
GC Thunersee
GC Thunersee, Tempelstrasse 20,
3608 Thun
Fittingexperte & Swiss PGA Pro:
Andreas Rösti

Regional Callaway Fittingcenter GC Augwil
GC Augwil, Augwilerstrasse 101,
8426 Lufingen
Fittingexperten & Swiss PGA Pros:
Jon Andrea Nodèr, Jann Schmid und Beatrice Capper

www.callawaygolf.com

Fittinganmeldung unter:
callawayschweiz@gmx.ch

EXPERTEN PGA-Pros Andreas Rösti und Laszlo Streit sowie Marco Meyer von Callaway (v.l.).

HIGH-TECH Das Fitting Center verfügt über einen Trackman-Launchmonitor.

HIGH-TECH Laszlo Streit erklärt die Daten des Trackmans.