---
facebook twitter google plus print

Swiss Deluxe Hotels Trophy 2015

Dank Sonne vom Himmel und Sonne im Herzen schenkte die Swiss Deluxe Hotels Trophy 2015 den Gästen in Ascona ein wohlig warmes Gefühl gemeinsamer Golf- und Gaumenfreuden.

«Der April macht, was er will» – das sagt eine alte Bauernweisheit. Und am achtzehnten Tag seiner Regierungszeit, da wollte der wettermässig wechselhafte Frühlingsmonat über dem Golf Club Patriziale Ascona die Sonne scheinen lassen – obwohl sämtliche Meteorologen fürs Tessin sinkende Temperaturen und Bewölkung mit anschliessendem Regen prophezeit hatten.

Nur ein einziger Wetterspezialist hatte dagegen gehalten: Simon V. Jenny, Direktor des mehrfach ausgezeichneten Fünfsternehotels Castello del Sole, vertraute auf seine akribisch geführten Computeraufzeichnungen und war unerschütterlich überzeugt davon, dass die «Miesmacherprognosen» falsch seien und dass sich der 18. April am Ufer des Lago Maggiore von seiner schönsten Seite zeigen werde.

Zu den Menschen, die sich über den blauen Himmel besonders freuten, gehörten 49 Hobbygolfende aus allen Landesteilen, 31 Gentlemen und 18 Ladys, mit Handicaps von 5.6 bis 36.0. Sie standen an diesem 18. April nicht nur auf der Sonnenseite der Schweiz, sondern auch auf der Sonnenseite des Lebens: Als Gäste der Swiss Deluxe Hotels Trophy 2015 durften sie in Ascona Golf und Gaumenfreuden, Harmonie und Herzlichkeit, Leidenschaft und Leichtigkeit, Natur und Networking geniessen – obwohl oder gerade weil ihnen allen auf dem Patriziale was blühte…

Tessiner Frühlingserwachen
Der parkähnliche Platz bot sowohl golferische Herausforderungen als auch eine berauschende Blumenpracht. An jedem Loch lockten, lugten und lachten verschiedenste Farben aus dem zarten Frühlingsgrün der Bäume und Büsche. Da reckten Magnolien ihre tulpenähnlichen Köpfe Richtung Himmel, da entfalteten sich gross- und kleinblumige Rhododendren und da verschenkten sich Kamelien, die in Japan Symbol sind für Reinheit, Hochachtung und Streben nach Harmonie.

Hochachtung empfand die Lebens- und Flightpartnerin von Sportlermanager Christof Marti auch für ihren Mitspieler Giancarlo Felli: Lisa Blatter (Hcp. 35.6) ging vor dem Hotelier aus Crans-Montana in die Knie – nicht, weil dieser das Tophaus Guarda Golf besitzt, sondern weil er Single-Handicapper ist. Vorweg: Das Trio schaffte es schliesslich mit netto 57 Strokes, 15 unter Par, auf den 2. Rang des Scramble-Turniers. Vor ihnen, auf dem 1. Platz, lag nach den 18 Löchern nur ein Team: Mirco Rondato, Daniela Abbruzzese sowie Christian und Anja Moser. «Bronze» belegte das Quartett von Siro Barino, dem Geschäftsführer der Swiss Deluxe Hotels, mit FDP-Nationalrat Ruedi Noser, dessen Partnerin Barbara Faustinelli und Banker Manuel Ebner von Merrill Lynch Capital Markets AG, einem Neffen von Martin Ebner. Diese «Medaille» mussten sich die Vier teilen mit der Gruppe um den Baumanager Louis-Philippe Müller.

Gruppenfeeling der Gäste
Etwas weniger erfolgreich, dafür kerngesund, kam E. Roger Gutersohn, der Direktor der Zürcher Privatklinik Bethanien, über die Runde. Und im Grunde gewichteten die Golfenden das Gruppenfeeling viel höher als die Preisgewinne. Mit Hotelaufenthalten, Nespresso-Kaffeemaschinen und Magnumflaschen Veuve Clicquot waren diese allerdings durchaus erstrebenswert.

Genauso willkommen wie die Preise waren die golferischen Vorlagen, die der Westschweizer Pro Julien Clément jedem einzelnen Flight an Loch 1 und 10 gewährte, sowie die Trickshotshow, mit welcher der Genfer beim Apéro auf der Driving Range Staunen und Applaus auslöste.

Leer ging ohnehin niemand aus: Nach Preisverleihung und bestem Tessiner Dinner (Insalata di cicorino con asparagi ­tiepidi zum Einstieg,  Champagner-Risotto mit Riesencrevette zur Vorspeise, Rindsbrasato an Merlotsauce mit Polenta rossa und «Terreni alla Maggia» zum Hauptgang, sowie zum Dessert Waldbeeren mit Milchglacé auf etwas Crème Gruyère, mit einer kleinen Meringue), gabs für jeden und jede in einer kleinen Tragtasche eine Erinnerung für zu Hause. Zu den Give-aways zählten ein Kilo Tessiner Risotto im Leinensäckchen mit Rezept des Castello del Sole, Truffes von Sprüngli, ein Kugelschreiber, viel Lesestoff sowie ein Duft des Grand Resorts Bad Ragaz.

Und Carla Del Ponte, die grosse Juristin, frühere Botschafterin der Schweiz in Argentinien sowie Chefanklägerin des Internationalen Strafgerichtshofs für die Kriegsverbrechen in Ex-Jugoslawien und für den Völkermord in Ruanda, erhielt zusätzlich eine Liebeserklärung von Maurice Lebet, dem Head Sales von Moët & Hennessy. Dieser lobte seine unkomplizierte Flightpartnerin und gab sich überzeugt davon, dass Carla Del Ponte eine Freundin der 1866 verstorbenen Veuve Clicquot gewesen wäre, der Witwe des Sohnes von Champagnerunternehmensgründer François Clicquot. Die erfolgreiche Barbe-Nicole Clicquot charakterisierte man mit dem Satz: «Sie ist eine Frau mit eiserner Hand in einem samtenen Handschuh.» Und Lebet sagte, dieser Satz passe ebenso auf die zwar unerbittliche, aber stets faire Carla Del Ponte. 

Text & Fotos: Elisabeth Carabelli