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Albane Valenzuela, hier am Evian Msters (Foto: Roman Pfund)

EM-Silber für Valenzuela, Bronze für Métraux

An der Europameisterschaft im GC Lausanne feierte das Schweizer Frauengolf seinen bisher grössten Erfolg: Die Genferin Albane Valenzuela wurde mit total –7 (70/67/68/76) Zweite, die Lausannerin Morgane Métraux mit –6 (71/70/72/69) Dritte. Doch in den Champagner mischt sich ein Wermutstropfen…

Die bitter-süsse Frage lautet: Hat Albane Valenzuela Gold verloren – oder Silber gewonnen? Vor den letzten 18 Löchern heute Samstag hatte die Entscheidung um den EM-Titel nach einer fast schon lockeren Ehrenrunde für die 19-jährige Romande ausgesehen. Sieben Schläge Vorsprung auf ihre schärfste Verfolgerin, die Italienerin Alessandra Fanali, das schien eine klare Sache zu werden. Doch die Gefahr ging nicht von Fanali aus, die – wie Valenzuela – mit einer 76 ins Clubhaus kam. Nein, am Ende war es die Französin Agathe Laisne, die der Schweizerin die Goldmedaille mit einem einzigen Schlag Vorsprung vor der Nase wegschnappte.

 

Die Rechnung war schnell gemacht: Laisne kam mit –5 ins Ziel, Valenzuela mit +4. Diese neun Strokes machten die Französin zur Championne. Aber alles hing an einem seidenen Faden. Nach dem 16. Loch lag die Schweizerin noch um total einen Schlag besser, doch ein Bogey an der 17 sorgte für Égalité und Laisnes Birdie an der 18 für den französischen Arc de Triomphe.

 

Die Lausannerin Morgane Métraux (20) hingegen zeigte mit einer 69 ihre beste Runde des Turniers und entledigte sich damit ihrer Konkurrentinnen im Rennen um einen Podestplatz. Morganes zwei Jahre ältere Schwester Kim Métraux wurde mit total +2 geteilte 21.

 

Insgesamt hatten sieben von 15 gestarteten Schweizerinnen den Cut geschafft (+6 nach drei Runden) und sich so für die Finalissima qualifiziert. Hinter dem Top-Trio kamen Vanessa Knecht (Bubikon) und Gioia Carpinelli (Lägern) mit total +5 auf Platz 36, Victoria Monod (Domaine Impérial, +8) wurde geteilte 57. und Tiffany Arafi (Basel, +12) geteilte 68.

 

 

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