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O SOLE MIO Gerade bei einer Runde Golf kann man «unbemerkt» einen Sonnenbrand einfangen.

Nicht ohne meinen Sonnenschutz!

Am 11. Mai steht der vierte Nationale Hautkrebstag an. Er soll uns unter anderem mahnen, dass wir unsere Haut vor zu viel Sonne schützen müssen.

Wie lange haben wir doch auf den Frühling gewartet – auf die Zeit, in der wir wieder mit dem Golfbag über die Fairways ziehen können. Auf die Zeit, in der wir spüren, wie unser Kreislauf quasi mit dem kleinen weissen Ball wieder so richtig in Schwung kommt. Auf die Zeit, in der die Sonne von Neuem Glückshormone in uns freisetzt.

 

Aber Achtung: Auch die Sonne hat ihre Schattenseiten. Nur nehmen wir diese oft zu wenig ernst. Dabei kann die Sonne unsere Gesundheit auch gefährden.

 

In der Schweiz erkranken jährlich 1700 Menschen am so genannten schwarzen Hautkrebs, dem Melanom. Das ist die gefährlichste Hautkrebsart und führt vielfach zum Tode. Gar 13 300 Menschen sind es, die jedes Jahr die Tumore Basaliom oder Spinaliom entwickeln. Diese zählen zum weissen Hautkrebs. Aber obwohl der weisse Hautkrebs nur selten zu Metastasen führt, bringt auch er Angst und Leid mit sich. Und das Alarmierendste: Trotz vermehrter Aufklärungen, Warnungen und Kampagnen steigt die Zahl der Hautkrebserkrankungen weiter an!

 

Grund für die Zunahme ist meistens Unvernunft: Noch immer nehmen sich zu wenige Menschen vor dem schädlichen Einfluss der Sonne in Acht. «Dabei ist der Schutz zentral», sagt Dr. Claudia Zortea, Ärztin für Dermatologie in Rapperswil SG. «Dazu zählen neben Sonnencreme auch Sonnenbrille, Sonnenhut und schützende Kleidung.» Diese Vorsorgemassnahmen sollte man auch beachten, wenn man sich nach einer Golfrunde unter einen Sonnenschirm setzt – und sogar bei bedecktem Wetter. Denn, so Zortea: «Storen und Wolken schützen nur zu 50 Prozent!»

 

Was passieren kann, wenn wir einen Sonnentag zu ausgiebig «genossen» haben, wissen wir alle: Der Körper färbt sich rot, und die betroffenen Stellen werden heiss. Die Haut brennt und schmerzt bei jeder Berührung.

«Sonnenbrand ist eine akute Entzündung der Haut, zu der sogar Blasenbil-dung und Fieber kommen können», sagt Claudia Zortea. «In leichteren Fällen lässt sich die Entzündung mit einem kühlenden Gel behandeln, in schwereren Fällen braucht es Cortisonsalbe.»

 

Das Schlimmste an Sonnenbränden sind aber nicht der Schmerz und letztlich das Abschälen der betroffenen Hautstellen: «Mit jedem Sonnenbrand wird ein Teil der Hautzellen zerstört und das Risiko von Hautkrebs erhöht.» Und weil man schon vor dem 20. Altersjahr die «Basis» für Hautkrebs legen kann, rät Claudia Zortea: «Eltern müssen dafür besorgt sein, dass ihr Kind stets wirksam vor der Sonne geschützt ist.»