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TOPLAGE UND TOPBLICK Die Natur rund um die Fairways des Club de Golf Alcanada besticht – mit altem Baumbestand und Meeranstoss.

Club de Golf Alcanada – das Golfjuwel auf Mallorca

Der Club de Golf Alcanada an der Bucht von Alcúdia auf der spanischen Ferieninsel Mallorca zählt zu den schönsten Golfplätzen Europas. Mitte Mai war der etwa eine Autostunde nordöstlich von Palma gelegene Course Schauplatz des Porsche Golf Cup World Finals 2017.

Schon die Zufahrt lässt erahnen, was die Golferinnen und Golfer im Alcanada erwartet: viel klassisches Finca-Ambiente, kein Schnickschnack oder Protz, dafür solides Handwerk und höchste Pflegestandards. Ein Porsche-Platz eben. Dieses Attribut gilt für den Club de Golf Alcanada sogar im wahrsten Sinn des Wortes, denn die Anlage gehört tatsächlich Hans-Peter Porsche, einem Familienmitglied der Sportwagen-Dynastie (siehe Interview).

Dass dem Course die Ehre zuteil wurde, neben dem Platz von Son Gual die Schlussrunden des Porsche Golf Cup World Finals 2017 zu hosten (siehe Bericht), hatte aber auch rein objektive Gründe. Der von Robert Trent Jones Jr. designte Parcours gilt als spielerische Herausforderung für Golferinnen und Golfer aller Leistungslevels. Die Greens sind tricky, und die zahlreichen Bunker strategisch so raffiniert platziert, dass ein gutes Course Management Bedingung ist, um ein ansprechendes Resultat zu erzielen.

Die Fairways des für einen zweistelligen Millionenbetrag erbauten und 2003 offiziell eröffneten Par-72-Platzes sind im coupierten Gelände herrlich zwischen alten Baumbeständen aus Oliven, Pinien und Eichen angelegt. Keine Frage: Robert Trent Jones Junior hat hier die Symbiose von naturbelassener Umgebung, dem unmittelbaren Meeranstoss und der spielerischen Herausforderung mit geschickt platzierten Greens und zahlreichen Sandbunkern zur Perfektion gebracht.

Der Golf von Alcanada ist aber auch abgesehen von der spielerischen Herausforderung ein Juwel. An 16 der 18 Bahnen hat man einen fantastischen Blick aufs Meer, und praktisch die ganze Umgebung an der Bucht von Alcúdia ist Naturschutzgebiet. Die 25 Kilometer Sandstrand sind berühmt, und die Fischerdörfchen und Hafenstädtchen Alcanada und Alcúdia mit ihren zahlreichen Restaurants sind ebenfalls einen Ausflug wert.

Apropos Meerblick: Auf unserer Runde am Porsche Golf Cup World Final waren wir froh, dass auf den ersten sechs Spielbahnen, die in ein kleines Seitental hineinführen, die Ablenkung durch die grossartige Aussicht etwas geringer war. Denn hier ist Konzentration gefragt, weil es mehrmals einen Bachlauf zu überspielen und einige Höhenmeter zu überwinden gilt. Schön, dass mit Loch 4 und 6 zur kurzen Erholung zwei einfachere Par 3-Löcher auf einen warten. Geradezu spektakulär sind dann die erhöht am Hang gelegenen Abschläge von Loch 7, 11 und 13. Es fällt nicht leicht, bei den drei Par 5-Löchern und dem verführerischen Ausblick aufs Meer den Fokus auf den Ball zu richten…

Nur gut, dass das Halfwayhouse eine währschafte Stärkung und einen ausgezeichneten Espresso unter Pinien bereithält. Das gibt neue Kraft! Auf den (subjektiv) einfacheren Back Nine ist uns dann noch der schmale Abschlagskorridor bei Loch 16 besonders in Erinnerung geblieben. Dass sich dieser unmittelbar beim Halfwayhouse und dessen zuschauenden Gästen befindet, trägt sicherlich ebenso zum Druck bei wie der hochgewachsene Baumbestand links und rechts des Abschlags.

Der folgende Ballverlust ist nicht der erste auf der Runde, aber glücklicherweise der letzte. Und wie es sich für eine schöne Golfrunde gehört, macht sich bei den letzten beiden einfach zu spielenden Löchern bereits Wehmut breit, dass dieses Erlebnis schon dem Ende entgegengeht. Auch wenn die erste Runde auf Alcanada mit einem durchzogenen Score endet, sind wir überzeugt, bald wiederzukehren.

 

TEXT: Thomas Borowski; Fotos: Golf Alcanada; Porsche


Siehe auch

  • Bericht zum Porsche Golf Cup World Final 2017
  • Interview mit Hans-Peter-Porsche: «Ich möchte mein Handicap nochmals auf 12 senken»



FACTS & FIGURES

Im Club de Golf Alcanada sind Gäste an allen Tagen der Woche nach Voranmeldung willkommen (Handicap 35 für Damen, 33 für Herren). Zu den Infrastrukturen gehören eine Driving Range mit 25 Abschlag­plätzen, Putting-, Pitching- und Chippinggreens sowie verschiedene Übungsbunker. Auf der Terrasse des Clubrestaurants weht einem die leichte Meeresbrise um die Nase, während man sich hier vor oder nach dem Spiel dem mediterranen Flair der Anlage hingibt. Und es versteht sich für Alcanada-Golf von selbst, dass der gut sortierte Pro-Shop ebenfalls kaum Wünsche offen lässt. Was die Greenfees anbelangt, variieren diese je nach Saison und Wochentag und liegen für eine 18-Lochrunde zwischen 130 und 150 Euro. Carts gibts für 20 Euro pro Runde.

www.golf-alcanada.com


 

 

DAS CHUNT EUS SPANISCH VOR Das Halfwayhouse lässt Ferienstimmung aufkommen.

GANZ SCHÖN BERAUSCHEND Sonne, Meer- und Bergsicht sowie ein Topplatz lassen Golferherzen höher schlagen.

HIMMLISCHE HILFE Die kleine Kirche wacht über die Drives auf der Range.

SIESTA ESPAÑOLA Im idyllischen Clubhaus lässt sichs nach dem Spiel wunderbar ausruhen.

KLEINES PARADIES Sowohl das Essen als auch die Aussicht im Clubhaus überzeugen.

SCHÖNES SPIEL Golf unter fast restlos blauem Himmel und im «Schutz» alter Bäume.