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REGEL 17 Droppmöglichkeiten bei Penalty Areas

Regeln: ab jetzt ist vieles anders

Am 1. Januar 2019 traten neue Golfregeln in Kraft. Dabei ­handelt es sich um die grösste ­Regelrevision seit über 30 Jahren. Wir informieren Sie in einer fünfteiligen Serie über die wichtigsten Änderungen.

Die neuen Regeln stellt Ihnen Yves C. Ton-That. offizieller Schiedsrichter und Regelredaktor für Golf&Country, vor:

Droppmöglichkeiten bei Penalty Areas (Regel Nr. 17)
Bisher konnte man bei einem seitlichen Was­ser­hindernis (neu: rote Penalty Area) mit einem Strafschlag auf der gegenüberliegenden Seite des Kreuzungspunktes (wo der Ball ins Wasserhindernis geflogen ist) droppen. Diese Variante wurde sehr selten benutzt und führte oftmals zu Verwirrung. Nun wurde diese Droppmöglichkeit auf der anderen Seite der Penalty Area aufgehoben. (Bei gewissen Spielbahnen kann diese Möglichkeit aber hilfreich sein, daher dürfen Golfclubs sie per Platzregel weiterhin ausnahmsweise zu­lassen.)

Penalty Areas (Erklärung) (Regel Nr. 17)
Auf fast jedem Golfplatz gibt es Wasserhindernisse, und diese durften bisher grundsätzlich nur als solche markiert werden, wenn sie tatsächlich Wasser enthielten. Neu müssen sie nicht mehr zwingend Wasser enthalten und heissen folglich nicht mehr Wasserhindernisse, sondern Penalty Areas. Es ist Golfclubs somit freigestellt, auch andere Flächen (zum Beispiel Rough) als Penalty Areas zu markieren, damit die Spieler seitlich droppen können und das Spiel beschleunigt wird. Die Unterscheidung in rot und gelb markierte Penalty Areas bleibt erhalten.

Boden- und Wasserberührung in Penalty Areas (Regel Nr. 17)
Wollte man bisher seinen Ball aus einem Wasserhindernis spielen, da er sich zum Beispiel im Uferbereich in einer ganz passablen und trockenen Lage befand, musste man eine zusätzliche Hausforderung meistern: Wie im Bunker, durfte der Schläger vor dem Schlag nicht am Boden aufgesetzt werden. Neu ist das Spiel aus einer Penalty Area weitgehend dem Spiel vom Fairway oder Rough gleichgestellt. Daher darf man Probeschwünge mit Bodenberührung machen, den Schläger hinter dem Ball aufsetzen und ihn bei Bedarf auch im Wasser eintauchen. (Dies gilt allerdings nur für Penalty Areas, im Bunker darf der Schläger nach wie vor nicht hinter dem Ball im Sand auf­gesetzt werden.)

Ball bewegt sich auf Grün nach Markieren und Zurücklegen (Regel Nr. 13)
Wenn man seinen Ball auf dem Grün markiert, aufnimmt und in der Folge zurücklegt, kann es in seltenen Fällen (starke Hanglage, kräftiger Wind, sehr kurz gemähtes Grün) passieren, dass der Ball nach dem Zurücklegen wegrollt. Bisher musste in diesem Fall der Ball von der neuen Stelle gespielt werden. Nach den neuen Regeln muss der Ball zurückgelegt werden. Diese Regelung leuchtet mehr ein und ist daher leichter zu merken. Dennoch: Dieser Fall tritt im Amateursport selten auf und die Regelung ist primär für die besonderen Bedingungen der PGA Tour gedacht.

Keine Lust, das alles auswendig zu lernen?
Mit «Golfregeln kompakt 2019» haben Sie alle Regeln immer dabei: Leicht verständlich, praxisorientiert, mit zahlreichen farbigen Illustrationen. Das Buch enthält zudem eine Zusammenfassung der wichtigsten Regeländerungen, dank der Sie sich rasch einen Überblick verschaffen können, um von allen neuen Erleichterungen zu profitieren.

Der Weltbestseller ist in über 20 Sprachen übersetzt, über zwei Millionen Mal ­verkauft worden und wird von Golfverbänden empfohlen. Den Regelführer für den Platz, «Golfregeln kompakt 2019», von Yves C. Ton-That, können Sie für CHF 18.90 hier kaufen.

REGEL 17 Penalty Areas (Erklärung)

REGEL 17 Boden- und Wasserberührung in Penalty Areas

REGEL 13 Ball bewegt sich auf Grün nach markieren und zurücklegen

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