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«DYE-ABOLISCH» Der «Dye Course» ist ein sehr anspruchsvoller Platz.

Ein Eldorado für Golftraining

Drei 18-Loch-Kurse von Stardesignern, eine aussergewöhnliche Übungsanlage sowie ein kleines Museum: Das Team von Golf&Country verbrachte einen Golftag im PGA Golf Club.

Während des Besuchs des PGA Na­tional Resorts (siehe nächste Doppelseite) fuhr das Team von Golf&Country rund 45 Minuten über die Autobahn nach Norden, um den PGA Golf Club in Port St. Lucie einmal genauer zu inspizieren. Vom internationalen Flughafen Miami beträgt die Fahrzeit (bei guten Verkehrsverhältnissen) rund zwei Stunden. «Ultimative Golf Resort Destina­tion», so lautet das selbstbewusste Motto der Anlage, deren Inhaber die PGA of America ist. Ein klassisches Resort per definitionem ist der Golf Club zwar nicht – aber ein Besuch lohnt sich dennoch allemal.

Umfangreiches Golfangebot
Mit drei 18-Loch-Plätzen aus der Feder zweier Stardesigner haben Gäste die sprichwörtliche Qual der Wahl. Golf&Country spielte als Erstes den «Dye Course» aus der Feder des namensgebenden Pete Dye, welcher zugleich auch unser Favorit ist. Dye konzipierte einen herausfordernden und erbarmungslosen Kurs, der für Spieler mit höheren Handicaps nicht unbedingt empfehlenswert ist. Das Layout wurde in Anlehnung an die Linkskurse der Britischen Inseln erstellt, was besonders durch die dünenartigen Hügel ins Auge sticht. Für eine zusätzliche Herausforderung sorgen zahllose Sand- und Grasbunker, hohes Dünengras, Wasserhindernisse, «Waste Areas» sowie stark ondulierte Grüns. Der «Dye Course» verfügt definitiv über eine andere Optik als die meisten anderen Plätze in Florida und stellt daher eine Abwechslung dar.

Den «Wanamaker Course» spielte das Team von Golf&Country mit Clubmitglied Leigh MacKay, der mit seiner Ehefrau in der Nähe des Clubs wohnt. Architekt Tom Fazio konzipierte einen abwechslungsreichen und fairen Parcours, der an Feuchtgebieten vorbei und über sanfte Hügel führt. 

«In Südflorida gibt es eine grosse Anzahl an ausgezeichneten Optionen in puncto Golfclubs und Wohnsiedlungen. Meine Frau und ich haben uns für Port St. Lucie und eine Mitgliedschaft im PGA Golf Club entschieden. Wir sind sehr froh, dass wir dies getan haben – jedes Mal, wenn wir 1916 Perfect Drive (die Einfahrt des Golfclubs, Anm. d. Red.) hinunterfahren, wissen wir, dass wir eine tolle Runde auf einem der drei Cham­pionship-Kurse spielen und danach ein erfrischendes Getränk im Clubhaus geniessen werden. Golf und Annehmlichkeiten sind nirgendwo besser als hier», erzählte der Pensionär.

Der «Ryder Course», nach Ryder-Cup-Gründer Samuel Ryder benannt, wurde ebenfalls von Tom Fazio angelegt. Der Parcours wird von Pinienwäldern und sanften Ondulierungen charakterisiert, dazu wurden insgesamt elf Teiche und Wasserhindernisse in das Design integriert.

Exzellentes Übungsareal

Berühmt ist der Golfclub auch durch seine aussergewöhnliche, über 14 Hektar grosse Übungsanlage namens «PGA Learning Center», die von «Golf Maga­zine» als eine der besten der USA prämiert wurde. Teil der Anlage sind über 100 Abschlagplätze auf der Driving Range, Bunker mit verschiedenen Sandsorten sowie mehrere Chipping- und Putting-Grüns. Wer in den Ferien sein Spiel verbessern möchte, kann Stunden oder einen der Kurse der «PGA of America Golf Schools» buchen. 

Clubhaus als Museum

Im vor wenigen Jahren umfangreich renovierten Clubhaus fühlten wir uns fast wie in einem Museum – in der «PGA Gallery» kann man Artefakte der über 100-jährigen Geschichte der PGA of America sowie die original Wanamaker Trophy (der PGA Championship, Anm. d. Red.) bestaunen. Nach der Runde nahmen wir im «Taplow Pub» in entspannter Atmosphäre eine klassisch amerikanische Mahlzeit ein. Dass es zur Unterhaltung der Gäste insgesamt 15 HD-Fernsehgeräte gibt, verwundert wahrscheinlich nur Europäer. Wer Wert auf ein formelleres Ambiente legt, der ist im «Captain’s Table Wine Room» perfekt aufgehoben – dieser wurde als Tribut für die ehemaligen Ryder-Cup-Captains gestaltet.

Dem «Resortaspekt» trägt eine Kooperation mit nahe gelegenen Hotels Rechnung. Zur Auswahl stehen rund eine Handvoll Häuser, in denen verschiedene Pakete (bestehend aus Unterkunft und Golf) gebucht werden können. 

 

TEXT: STEPHAN GÜRTLER

 

FOTOS: PGA GOLF CLUB

FLORIDA-STYLE Auf dem «Ryder Course» kommen Wasserhindernisse und Bunker ins Spiel.