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BESTE LAGE Resortgäste können den Strand geniessen.

Hydrotherapie als Jungbrunnen

Mit acht Hotels, über 20 Restaurants, Strand und Thalasso-Zentrum mit Spa gleicht das Forte Village Resort eher einem italienischen Dorf und lässt daher keine Wünsche offen.

Weisser Sandstrand, tiefblaues Meer, italienisches Dolce Vita. Im Fall eines Besuchs des Forte Village Resorts auf Sardinien beginnen Entspannung und Erholung bereits gleich nach der Ankunft auf dem Flughafen. Wir wurden mit einer S-Klasse-Limousine standesgemäss in das Resort chauffiert, der sympathische und freundliche Fahrer erzählte uns Interessantes und Wissenswertes über Sardinien, während wir die rund 45-minütige Autofahrt und die ersten Eindrücke der Insel genossen. Das Team von Golf&Country flog mit Alitalia von Zürich via Rom nach Cagliari. Die Schweizer Fluglinie Edelweiss fliegt – je nach Monat – bis zu 22 Mal von Zürich direkt auf die Mittelmeerinsel.

Resort als Destination
Als «Resort» stellt man sich in der Regel eine Hotelanlage vor – im Falle von Forte Village handelt es sich jedoch um nicht weniger als acht Hotels. Dazu kommen noch elf Villen, die gemietet werden können. Rund 1200 Angestellte kümmern sich aufmerksam um die maximal 1500 Gäste. Neben dem Sandstrand begeisterten uns die insgesamt fast 50 Hektaren an Gartenfläche, welche für ein «Naturfeeling» und dadurch eine angenehme Atmosphäre sorgen.

Wir fühlten uns daher wie in einem Dorf, welches alle nur wünschenswerten Annehmlichkeiten bietet, und das man daher während seiner Ferien im Prinzip niemals verlassen müsste. Die Saison dauert übrigens von März bis Dezember.

Wir waren im Villa del Parco untergebracht, welches Mitglied der «Leading Hotels of the World» ist. Die vor wenigen Jahren renovierte Anlage liegt neben dem Thalasso- und Fitness-Center, die Zimmer sind sowohl im Hotel sowie in den in der Parkanlage verteilten Bungalows gelegen. Unser gemütliches Zimmer verfügte über ein Kingsize-Bett, ein grosses Badezimmer mit Marmor und sardinischer Keramik sowie eine Terrasse. Direkt neben der Lobby befindet sich das Restaurant Dune, in welchem wir mehrmals unser Frühstück einnahmen.

Die heilende Kraft des Wassers
Das Acquaforte Thalasso&Spa ist das erste Medical Spa Sardiniens. Besonders wohl und entspannt fühlten wir uns in dem aussergewöhnlichen Thalassobereich, den wir daher jeden Tag besuchten. Als Vorreiter auf dem Gebiet der Wellness hat das medizinische Team von Forte Village in Zusammenarbeit mit der italienischen Thalassotherapie-Schule vor 25 Jahren eine einzigartige internationale Methode entwickelt, die in der Lage ist, die wohltuende Wirkung von Wasser mittels Abstufungen von Temperatur und Salzkonzentration zu verbessern.

Daraus resultierte der eigens konzipierte Thalassotherapie-Pfad. Dieser besteht aus sechs mit reinem Meerwasser (entnommen nur 100 Meter vom Ufer entfernt) gefüllten Becken mit unterschiedlichen Temperaturen zwischen 39 Grad Celsius und 25 Grad Celsius. Dabei variiert die empfohlene Aufenthaltsdauer pro Becken, wobei wir uns im letzten Pool wie in einem «normalen» Swimming Pool fühlten.

Das Wasser, reich an Magnesium und Natrium, hat heilende Eigenschaften und unterstützt die entgiftende Wirkung des Körpers – dazu kommt eine entspannende Wirkung, die zweifellos unser Wohlbefinden verbesserte. Darüber hinaus werden zahlreiche Anwendungen, wie beispielsweise eine Thalasso-Massage oder Kryotherapie mit Meeresöl, angeboten.

Kulinarik grossgeschrieben
In dem Resort gibt es nicht weniger als 21 Restaurants mit 80 Köchen, neun Bars sowie einen Keller mit 600 Weinraritäten. Somit lässt das kulinarische Angebot des Resorts keine Wünsche offen und Gäste können innert eines Besuchs zahlreiche verschiedene Restaurants auswählen. Für einen Aperitif empfehlen wir die Strandbar Mahiki, wo man bei einem Cocktail Ausblicke auf das Meer oder sogar den Sonnenuntergang geniessen kann.

Aushängeschild des Resorts ist die ebenfalls nahe dem Wasser gelegene und mit zwei Michelin-Sternen prämierte La Terrazza San Domenico, wo es kreative Kreationen wie zum Bespiel ein in einem Raviolo serviertes Ei gibt. Ein weiteres Gourmetrestaurant ist das im Villa del Parco gelegene Belvedere, das traditionelle italienische und sardinische Küche im Programm hat.

Wer in seinen Ferien seine Kochkünste perfektionieren möchte, ist in der Kochakademie, die von Ende Juni bis Ende August geöffnet hat, perfekt aufgehoben. Die Küchenchefs gewähren Einblicke in italienische Kochkunst und verraten Wissenswertes über Rohstoffe und Methoden der Zubereitung. Wir machten Pizza, die – zugegebenermassen zu unserer eigenen Überraschung – schon beim ersten Versuch wirklich gut gelang.

Die grösste Golfanlage der Insel Sardinien
In nur rund 15 Autominuten kann der sieben Kilometer entfernt gelegene Club Is Molas erreicht werden, der mit seinen 27 Spielbahnen die grösste Golfanlage der Insel beheimatet. Der Championship Course war bereits mehrmals Austragungsort eines grossen Turniers, darunter vier Mal das Italian Open sowie einmal das European Volvo Masters. Der 9-Loch-Kurs Yellow ist über 3100 Meter lang und stellt daher ebenfalls eine Herausforderung dar.

Ein weiterer 18-Loch-Parcours befindet sich aktuell noch im Bau. Das Team von Golf&Country stattete dem Club einen kurzen Besuch ab, aus Zeitgründen konnten wir den Platz aber leider nicht spielen. «Wir würden gerne auch noch eine eigene Driving Range bauen», erzählte uns Lorenzo Gianuzzi, CEO und General Manager, der das Forte Village bereits seit 1994 leitet und der grosses Potenzial an Schweizer Gästen sieht.
Wer also einen Strand- beziehungsweise Erholungsurlaub mit der einen oder anderen Golfrunde kombinieren will, der kommt im Süden Sardiniens auf alle Fälle auf seine Kosten. 

www.fortevillageresort.com
www.ismolas.it

TEXT: STEPHAN GÜRTLER
FOTOS: FORTE VILLAGE


GROSSZÜGIG Der Oasis Pool lädt zum Verweilen ein.

LUXUS PUR Die Präsidentensuite des Hotels Castello lässt keine Wünsche offen.

ERHOLSAM Im Acquaforte Thalasso&Spa werden verschiedene Anwendungen angeboten.



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