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Moosmann gewinnt VP Bank Ladies Open

Die Schweizer Amateurin feiert einen historischen Heimsieg.

Beim VP Bank Ladies Open 2019 steht erstmals eine Schweizerin ganz oben auf dem Siegespodest. Elena Moosmann, die gerade erst 17 Jahre alt gewordene Amateurin vom GC Ennetsee, bewingt im Finale Hayley Davis «1up». Das zur LET Access Series zählende und mit 45 000 Preisgeld dotierte Turnier wurde erstmals in einem neuen Turnierformat («Mätzler-Mix») ausgetragen, wobei die ersten beiden Tage Stroke-Play gespielt wurde; am Finaltag schliesslich standen Matchplay-Begegnungen über jeweils 9 Löcher auf dem Programm. Bestklassierte Österreicherin im Feld ist die Burgenländer Amateurin Isabella Holpfer auf Rang 3.

Aufgrund der Verzögerung musste das Programm für den Finaltag allerdings verkürzt werden: Statt der ursprünglich vorgesehenen drei Matchplay-Runden (über jeweils 9 Löcher) wurden nur deren zwei gespielt. Die Top-4-Klassierten nach den beiden Strokeplay-Runden qualifizierten sich direkt für die Halbfinals. Bitter für die Schweizer Amateurin Klara Wildhaber, die das Feld nach Runde 1 angeführt hatte, am Samstag aber nachmittags starten musste und buchstäblich «vom Winde verweht» worden ist. Sie klassierte sich nach den Strokplay-Runden im geteilten vierten Rang, verpasste die Halbfinals aber aufgrund des schlechteren Scores in Runde 2.

Die Zugerin Elena Moosmann hatte mit Wildhaber gemeinsam das Feld bereits nach der ersten Runde mit fünf unter Par angeführt. Am Samstag konnte Moosmann erneut unter Par bleiben und führte nach zwei Runden gemeinsam mit der österreichischen Nationalspielerin Isabella Holpfer das Klassement an – sechs unter Par für zwei Runden ist angesichts der unwirtlichen Bedingungen ein mehr als respektabler Score. Im Halbfinal gegen die schwedische Proette Emma Nilsson – immerhin Order-of-Merit-Gewinnerin des Vorjahres – behielt die Amateurin die Nerven und beendete das Match nach neun Löchern «all square». Aufgrund der besseren Klassierung in den Strokeplay-Runden stieg Moosmann ins Finale auf, Nilsson wurde in die Rangierungs-Matchplays für die Plätze 3 bis 26 eingeteilt. (Wo sie gegen die Tessinerin Anaïs Maggetti verlor und dadurch auf den 15. Schlussrang zurückfiel.) Im Finale gegen die englische Proette Hayley Davis ging die junge Innerschweizerin gleich in Führung und hielt den knappen Vorsprung fast bis zum Ende. Auf der neunten Bahn dann Moosmanns einziger Fehler: Sie verzog ihren Drive ins hohe Gras, konnte das Loch aber dennoch teilen, so dass es am Ende «1up» für die schüchterne Amateurin hiess, die noch am Grün von Freunden und Verwandten beglückwünscht und umarmt wurde. «Ich bin etwas sprachlos. Dass ich das Turnier gewinne, damit hätte ich zu Beginn der Woche nicht gerechnet», sagt sie.

Hier gehts zu den Scores

 

Foto: Hanspeter Fahrni




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