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Senioren- und Seniorinnen-Europameisterschaft in Ascona

Vom 13. bis 15. Juni kämpfen die besten Seniorinnen und Senioren in Ascona um den Europameistertitel. Clubpräsident Luca Allidi erklärt, warum die insgesamt fünfte EM im Tessin stattfindet und was es für den Grossanlass alles braucht.

Die Europameisterschaft der Seniorinnen und Senioren (ab 50) wird vom Europäischen Golfverband seit 1996 jedes Jahr durchgeführt. Zwischen 1997 und 1999 war der Golfclub Ascona bereits drei Mal Gastgeber, vor genau 10 Jahren organisierten die Tessiner zudem noch die Team-Europameisterschaft der Männer. «Wir hatten damals ein sehr gutes Feedback der Spieler und viele haben uns später erneut besucht», erinnert sich Luca Allidi.

Der flache Platz am See ist ideal für die Kategorie der über 50-Jährigen. Was noch mehr geschätzt werde, seien die extrem kurzen Wege. «Je nach Hotel können die Golferinnen und Golfer zu Fuss auf den Platz, am Abend auch gleich noch zu Fuss auf die Piazza in Ascona. Gegenüber den oft abgelegenen Resorts ist das ein Riesenunterschied und ist uns selber gar nicht mehr so bewusst, wie unseren Gästen», erläutert Allidi den grossen Vorteil des 1928 eröffneten Traditions-Platzes. So braucht es für die «höchst selbständigen» Senioren auch keinen aufwändigen Shuttle-Service.

Trotzdem bleibt der Aufwand beträchtlich. An jedem der drei Wettkampf-Tage benötige man rund 40 freiwillige Helfer, alle müssen sich in Englisch mit den internationalen Gästen unterhalten können. «Grundsätzlich möchten die Golfer ja lieber selber spielen, statt den besseren zuzuschauen, doch dank dem Einsatz der Senioren und Ladies haben wir überall motivierte Leute für den Grossanlass», sagt Club-Präsident Allidi.

Alle Europameisterschaften der verschiedenen Alterskategorien liegen in der Obhut des europäischen Golfverbandes, für jeden Anlass gibt es eine ausführliche Checkliste samt «Drehbuch» für die offiziellen Events wie der Eröffnungs- und Schlussfeier. Schon bei der Registrierung werden beispielsweise alle Spielerinnen und Spieler für das Livescoring fotografiert, für die Medien braucht es einen eigenen Arbeitsraum, vorgeschrieben ist aber beispielsweise auch eine medizinische Versorgung vor Ort. «Es sind viele kleine Sachen, die organisiert werden müssen, dank der Checkliste und unserer langjährigen Turniererfahrung ist das für uns fast weniger aufwändig als die Team EM vor zehn Jahren», illustriert Allidi als Mitglied des «Honorary Committee» des Turniers.

«Für uns als Club ist es eine Freude und Ehre, von Swiss Golf angefragt worden zu sein. Es ist eine sehr gute Gelegenheit, unseren schönen Platz international bekannt zu machen, zudem gehören die Senioren und ihre Familien zur touristischen Zielgruppe des Tessins», fügt er an. Die EM werde deshalb auch von der Tourismusbehörde und der Gemeinde Ascona unterstützt.

Speziell ist die EM in Ascona auch für Mark Bruppacher. Als einziger Schweizer im zwölfköpfigen EGA Championship Committee organisierte er in den vergangenen drei Jahren schon ein Dutzend Europameisterschaften, aber noch keine in der Schweiz, und erst recht nicht in seinem zweiten «Heimclub» Ascona. «Darauf freue ich mich besonders. Ich war für die EGA praktisch schon in allen Ländern Osteuropas. Hier kenne ich alles und kann erst noch in meiner Ferienwohnung übernachten», erzählt der Vorsitzende des Turnierkomittees und Nachbar von Clubpräsident Allidi.

Bruppacher war als Mitglied des R&A Rules Committee als Schiedsrichter unter anderem acht Mal am «The Open» inmitten der Weltstars, nun amtiert er bei der Senioren-Europameisterschaft gleichzeitig als Referee und «Turnierdirektor». «Die Doppelrolle macht es spannend und anspruchsvoll zugleich», erzählt der Zürcher Anwalt. An der EM sei er beispielsweise auch für die genaue Position der 18 Löcher zuständig, je nach Wetter werden die Abschläge jeden Tag neu definiert. Man nehme etwas Rücksicht darauf, dass die Senioren nicht mehr ganz so lange abschlagen, fügt er an. «Es soll eine Challenge sein, aber mit fairen Fahnenpositionen», fasst Bruppacher zusammen.





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